Manga Comic Convention 2015

Hey Moonies!

Nach monatelanger Vorbereitungszeit war es am vergangenen Wochenende soweit. Auf der zweiten Manga-Comic-Convention in Leipzig, die letztes Jahr parallel zur Leipziger Buchmesse gestartet worden ist, feierten wir den Start von unserem neuen Projekt „Sailor Pride“.

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Vom 12.-15. März 2015 zog es Anime-, Manga- und Cosplay-Begeisterte nach Leipzig, zur MCC, der Anime-Convention von der Leipziger Buchmesse. Über vier Tage verwandelte sich Leipzig zum Mekka der Otaku-Szene. Wie bereits im Vorjahr waren wir vom SailorMoonGerman Team mit einem Stand vertreten um euch „Sailor Moon“ Programm auf der Buchmesse zu bieten!

Nachdem wir schon am Mittwoch unsere 55m² große Ausstellerfläche liebevoll mit Sailor Moon Merchandising-Produkte sowie euren eingesendeten Sailor Pride Artefakten ausgestattet hatten, freute sich das anwesende Team auf die kommenden Tage. Der Messe-Donnerstag begann sehr entspannt für alle Anwesenden. Unzählige Besucher erkundeten die Ausstellung und schwelgten in Erinnerungen. Erinnerungen waren auch das Stichwort unserer Sailor Pride Kampagne.

Seit nunmehr genau 20 Jahren feiert „Sailor Moon – Das Mädchen mit den Zauberkräften“ ihre Präsenz im deutschsprachigen Raum. 1995 starte die klassische Anime-Serie auf dem ZDF und löste durch die spätere Ausstrahlung auf dem Privatsender RTL2 einen regelrechten Boom zum Thema „Anime“ in Deutschland aus. Verteilt über das ganze Jahr wollen wir dieses besondere Jahr mit euch, den Sailor Moon Fans feiern. Demnach ruften wir die Kampagne Sailor Pride ins Leben, um den Stolz der Sailor Moon Fans zum Ausdruck zu bringen. Der Startschuss war die „LBM“ mit einer Ausstellung an Artefakten aus 20 Jahren Fandom.

Neben der Ausstellung boten wir den Messe-Besuchern verschiedene Programmpunkte, wie z.B. einer Merchandising-Führung am Freitag & Sonntag. Unser SMG Mitglied Sappramoon führte durch die Geschichte der einzelnen anwesenden Produkte von unserer Ausstellung und erklärte die besonderen Feinheiten der Sailor Moon Raritäten.

Der Freitag lockte schon mehr Sailor Moon Fans an. Die Halle 1 füllte sich immer mehr mit Begeisterten Besuchern, die sich freuten nach langer Zeit wieder Freunde zu sehen, ihre Cosplays zu präsentieren oder einfach nur Spaß am Hobby zu haben. Auch wir hatten am Freitag viel Spaß mmit den Sailor Moon Fans. Auf der Großen Bühne durften wir euch eine Sailor Moon Bühnenshow präsentieren. „In letzter Sekunde“ wurde am Messe—Freitag ein Programmpunkt auf der großen Bühne gestrichen und so wurden wir von der Messe gefragt ob wir einspringen konnten. Gesagt getan, innerhalb von 4 Tagen konzipierten wir eine Bühnenshow aus Gesang, Tanz und Talk. Zusammen mit unserem SMG Mitglied & SMG-Model Désirée präsentierten wir euch die „Happy Birthday Sailor Moon“ Show. In der einstündigen Show behandelten wir – zusammen mit dem Publikum – den Hype um Sailor Moon. Um der Talk-Runde den nötigen Pfiff zu geben performte Désirée drei Songs live. „Moonlight Densetsu“, „Zwinge niemals die Liebe“ sowie das Sailor Moon Intro „Sag das Zauberwort“ fesselte das anwesende Publikum und animierte zum Mitsingen und sogar zum Mittanzen mit. Glücklich starteten wir somit in ein Wochenende voller Sailor Moon Erinnerungen.

Freitagabend reiste auch unser Gast aus Italien ein, Marco Albiero. Der italienische Illustrator Marco Albiero zeichnete den Sailor Moon Styleguide für die internationale Vermarktung. Egal ob auf den deutschen DVDs, englischen Merchandising-Produkten oder weiteren Sailor Moon Artikeln auf aller Welt, Marcos Zeichnungen zieren seit dem Sailor Moon Comeback weltweit diverse Motive. Aufgeregt und voller Vorfreude erwarteten wir unseren ersten Gast aus dem Ausland, den wir je eingeladen hatten. Bereits beim gemeinsamen Abendessen am Freitagabend stellten wir schnell fest, was für ein lockerer und liebenswürdiger Gast Marco ist. Zusammen freuten wir uns schon auf den Messe-Haupttag dem Samstag.

Der Samstag war der Besucher-stärkste Tag auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Neben den Massen an Besucher versuchten wir euch das interessanteste Sailor Moon Programm zu bieten. Neben unseren eigenen Aktivitäten kooperierten wir mit Kazé-Deutschland zusammen um euch ein spannendes Sailor Moon Spiel zu bieten. Auf der MCC fiel der Startschuss zur Sailor Moon Stempel Ralley! Die Spielregeln erinnerten an Schnitzeljagd. Ziel war es am jeweiligen Ralley-Tag die fünf „echten“ Sailor-Kriegerinnen zu finden. Sprach man die „echten“ Kriegerinnen für Liebe und Gerechtigkeit an, so bekam man einen Stempelaufdruck auf einer Sailor Moon Postkarte – die man sich vorher abholen musste. Hatte man alle fünf Stempel auf seiner Stempelpostkarte beisammen, so konnte man an der Sailor Moon Lotterie am Kazé-Stand teilnehmen. Die Sailor Moon Lotterie lockte mit tollen Sailor Moon Preisen, so konnte man u.a Sailor Moon Kalender für 2015, sowie exklusive Messe-Produkte wie z.B. Tüten und Tassen im Sailor Moon Style gewinnen. Der Hauptpreis war aber ein eigenproduziertes Sailor Moon Roll-Up im SuperS Style!

Die Jagd nach den Sailor-Kriegerinnen gestaltete sich am Messe-Samstag und am Messe-Sonntag als ein lustiger Spaß, da in Halle 1 mehre Sailor Cosplayer unterwegs waren. Da war es oft nicht einfach alle fünf bis zur angegebenen Endzeit zu finden. Der Spaß war aber auf jeden Fall vorhanden, egal ob bei den tollen Cosplayerrinen oder den „Jägern“.

In der Zwischenzeit erfreuten sich Hunderte andere Sailor Moon Fans auf die Programpunkte rund um unseren Gast, Marco Albiero. Im Rahmen von zwei Autogramm / Zeichnungsstunden sowie einem Q&A Panel hatte man die Gelegenheit den sympathischen Italiener ganz nahe zu sein. Was weder Marco, aber auch wir, gerechnet hatten, war der massige Ansturm an Interesse am Messe-Samstag. Eine regelrechte Menschen-Schlange versammelte sich vor unserer Ausstellung zu Marcos beiden Autogrammstunden. Der Andrang war so groß, dass selbst wir teilweise den Überblick verloren hatten. Aber durch die kooperative Einstellung der Fans konnten wir das Chaos bändigen und versuchen so vielen anstehenden Fans wie nur möglich ein Autogramm / Zeichnung zuzusichern. Marco gab sich hierbei besonders Mühe auf alle Wünsche der Fans einzugehen und nahm sich stets Zeit für jeden einzelnen anstehenden Fan. Leider – wie es auf einer Messe üblich ist – waren auch wir an Programmpunkte gebunden und somit mussten wir bzw. konnten wir keine „Überstunden“ an einräumen. Wir hoffen ihr hattet Verständnis, dass wir nach einer bestimmten Zeit die Schlange beenden mussten. Dies hatte den Grund da wir – wie bereits erwähnt – an Zeiten gebunden waren und wir euch somit das „Umsonst-Anstehen“ ersparen wollten. Aber diese positive Resonanz an Bedarf zeigte uns, dass unsere Wahl des diesjährigen Messe-Gastes gut ankam und bestärkt uns in unserer Auffassung Marco noch einmal auf einer Messe / Convention einzuladen.

Bevor man Marco bei einem Q&A Panel antreffen konnte, hielt der SMG-Gründer Stavros am “schwarzen Sofa” einen Vortrag zum Thema “20 Jahre Sailor Moon in Deutschland”. Hierbei wurde kurz auf die Geschichte von “Sailor Moon” im deutschsprachigen Raum eingegangen. Nachdem der Vortrag sein Ende nahm konnte man im anschließenden Q&A Panel dem sympatischen Italiener jene Fragen stellen, die sich einem schon immer aufgestaut hatten. In einer zeitnahen Übersetzungsrunde von Italienisch zu Deutsch übersetze die Kazé-Mitarbeiterin Cécile fleißig die Konversation.

Nach einem erfolgreichen und ereignisreichem Tag zogen auch wir uns zusammen mit Marco in Ruhe und ließen den Abend gemütlich bei einem typisch deutschen Abendessen ausklingen!

Die Zeit verflog so schnell, dass es schon wieder (leider) Zeit für den letzten Tag war. Nachdem wir Marco in der Früh zum Flughafen gefahren hatten, zogen auch wir noch einmal Richtung Leipziger Messe um in den letzten Tag zu starten. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Fans. Fantreffen, Fotoshootings und aufregende Gespräche sammelten sich rund um die Sailor Pride Ausstellung. Es war echt sehr schön zu sehen, wie der Austausch und die Harmonien zwischen den Moonies anklang gefunden hatten. Auch wir vom SailorMoonGerman-Team konnten am Sonntag etwas entspannter an die “Arbeit” rangehen und die Zeit mit euch genießen. Nachdem wir so viele positive Impressionen an den vergangen Tagen sammeln durften, war leider auch der Zeitpunkt schon gekommen, wo es hieß “Abschied nehmen”, zusammenpacken und die Abfahrt antreten.

Fazit: Die “LBM” bzw. die Manga-Comic-Convention 2015 war ein gelungener Start der “Sailor Pride”-Aktion. Was uns am meisten bewegt hat, waren die Fans. Es war ein unheimlich schönes Gefühl diese strahlenden Gesichter zu sehen, die Freude die sie – so wie wir – mit Sailor Moon verbinden. Zusammen mit den Fans konnte “Sailor Pride” überhaupt ins Leben gerufen werden. Dank eurer finanziellen Hilfe (mittels Crowdfunding) konnten wir euch dieses Geschenk auf der Leipziger Buchmesse arrangieren. Wir hoffen euch hat es gefallen und wir freuen uns jetzt schon auf die Zukunft! In diesem Sinne: Folge deinen Traum von Gerechtigkeit!

- Glueckskeks & SMG

Bilder von der Manga-Comic-Convention 2015:

 

 

Bei der “Dokomi” in Düsseldorf erlebten wir Seiya hautnah

Hey Moonies!

Wir waren am 23. und 24. Mai 2015 bei der siebten Dokomi für euch im Congress Center in Düsseldorf mit der Kampagne Sailor Pride unterwegs. Es war ein tolles Wochenende, wir haben viele nette Menschen getroffen und haben zwei Programmpunkte präsentiert. Unser Mitglied Serenity hat für euch unsere Erlebnisse zusammengefasst:11313021_1021557921188855_826501976288314926_o

Am Samstag hatten wir einen tollen Ehrengast zu Besuch: Ditte Schupp, die Synchronsprecherin von Sailor Star Fighter / Seiya Kou. Außerdem hat sie in Staffel 2 die Sprechrolle von Sailor Pluto übernommen und in ganz vielen anderen Animes wie „Pokémon“ und „One Piece“ mitgewirkt. Bereits auf der Animuc beehrte sie uns.  Bei unserem Q&A Panel hatten Sailor Moon-Fans die Chance ihr Fragen zu stellen und anschließend ein persönliches Autogramm zu ergattern.11133641_1021558551188792_5358322757955983801_o

Zu Beginn zögerten die Besucher mit ihren Fragen, doch als sie merkten, dass Ditte ein offener und lustiger Mensch ist, vergingen die 60 Minuten wie im Flug und eine Frage reihte sich der nächsten an. Viele Fragen wurden zu ihrem Job als Synchronsprecherin gestellt, wie etwa: “Wie bist du dazu gekommen zu synchronisieren?” Ditte wollte zu Anfang nur schauspielern. „Da man aber zu Beginn nicht gut davon leben kann, habe ich angefangen Sprechrollen zu übernehmen. Ein Freund hat mich dazu gebracht. Das Know-how lernt man in Workshops.“ Außerdem berichtete sie: „Es gibt Menschen, die haben ein unglaubliches Talent für diesen Beruf, und wiederum Menschen, die es nicht erlernen können.“ Laut Ditte ist es nicht immer einfach für jeden in eine Rolle zu schlüpfen und die geforderten Emotionen rüber zu bringen. Sie präsentierte uns ein sehr affektiertes Beispiel einer eingebildeten und naiven Frau. Das sorgte für viel Lachen unter unseren Zuhörern.

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An ihre verschiedenen Sprechrollen im Anime „Pokémon“ erinnert sie sich nur noch ein wenig: „Ich kann mich noch erinnern, dass ich mal ein Zwiebelgewächs synchronisiert habe. Knofensa, Knofensa“, prustet Ditte auf einmal los. Alle mussten lauthals lachen. Besonders gut an ihrer Sprechrolle der Sailor Star Fighter gefiel ihr, dass es sich um einen androgynen Popstar handelte. “Ich mag Charaktere, die sehr vielseitig sind. So kann man viele verschiedene Facetten der Stimme zeigen”, so Ditte. Gerne würde sie mal Meryl Streep oder Jodie Foster synchronisieren. Ob sie gefragt wurde das Lied „Search for your love“ der Three Lights zu singen, war eine weitere Frage. „Leider kam deswegen niemand auf mich zu. Ich hätte es sicher sehr gerne übernommen.“

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Nachdem die charmante Schauspielerin alle Fragen ausführlich beantwortet hatte, präsentierten wir eine Live-Synchro. Die ausgewählte Szene zeigte Bunny mit Sailor Tin Nyanko auf dem Dach der Schule in der Seiya kommt und Usagi dabei zur Hilfe steht. Ditte übernahm natürlich den Part von Seiya und ließ Sailor Star Fighter wieder aufleben. In der Hand hielt sie den Kampfstern und sprach parallel zum Video „Macht der Starfighter … mach auf!“. Gänsehaut und Freude zog durch den Raum. Völlig für die Zuhörer unerwartet kam die legendäre Begrüßung: „Hallo, Schätzchen.“ Spätestens jetzt hatte Ditte Schupp alle Fans auf ihrer Seite.

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Anschließend bekamen alle Sailor Moon-Fans ein persönliches Autogramm. Viele ließen es sich „Für Schätzchen“ signieren. Auch Fotowünsche wurden sofort umgesetzt. Ein Highlight: Drei Besucher erschienen im Three-Lights-Cosplay von Seiya, Yaten und Taiki und ließen sich mit Ditte ablichten. Bevor sie wieder den Heimflug antrat, führten wir sie in die Welt der japanischen Reisbällchen mit Seetang ein – wir luden sie auf ein Onigiri ein und zeigten ihr die komplizierte Art diese zu essen.

Am Dokomi-Sonntag wurde es musikalisch. Schon sehr früh bereite sich Désirée, Sängern des Sailor Pride Tribute-Ablums, auf ihren Auftritt vor. In einer Live-Akustik Version in Kooperation mit „Ongaku no Kara“ und „Saleia“ präsentierten wir Songs von der CD. Das komplette Konzert wurde live vom Radiosender AnimeRadio übertragen. Eröffnet wurde das Konzert mit dem Song „Sailormoon“ (oder besser bekannt als “Sag das Zauberwort”). Da der Auftritt Sonntags bereits um 10.30 Uhr begann, versuchte Désirée das Publikum zu animieren: „Der nächste Song ist für diese Uhrzeit wohl ganz passend, wir singen ‚”Wacht auf’.“ Alle klatschten munter mit. Beim Stück “Wahre Freundschaft”, sprach Saleia ein wichtiges Thema an. „Durch Sailor Moon lernt man viele Menschen kennen und Freundschaften entstehen. Das ist toll.“

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Als „Route Venus“ folgte, erzählten wir noch von der Geschichte, dass wir es traurig fanden, dass kein Charaktersong von Minako auf der damaligen silbernen CD vertreten war. Deshalb holten wir das bei der neuen Sailor Pride-CD nach.

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Anschließend folgte ein Highlight für alle Sailor Moon-Fans. „Es gibt keine deutsche Version des japanischen Openings „Moonlight Densetsu“, deshalb schrieb man u.a. für die Sailor Pride Konzerte einen eigenen Text!“ Lobendes Pfeifen erfüllt den Raum.

Am Sonntag hat uns sogar ein Team von Spiegel TV Wissen begleitet. Wir sind gespannt auf den Bericht.

Insgesamt war es ein tolles Wochenende auf der Dokomi und vielen neuen Gesichtern. Es hat Spaß gemacht mit euch in Erinnerungen über unsere ersten Berührungen mit Sailor Moon zu schwelgen. Wir sehen uns hoffentlich auf dem Japantag und der Contopia wieder.

Rückblick auf Sailor Moon R

Sailor Moon R ist die zweite Anime-Staffel von Naoko Takeuchis und Toei Animations Klassiker, deren Handlung auf emotionaler Ebene viel zu bieten hat und in zwei Storyabschnitte eingeteilt ist. Mitte der Neunzigerjahre wurde diese erstmals auf RTL2 ausgestrahlt. Nicht grundlos zog es Millionen von Anime-Fans vor den Fernseher …

Die Geschichte beginnt quasi wie in Staffel eins bei null, knüpft aber direkt an den Abschluss jener an. Auf Bunny und ihre Gefährtinnen wartet eine neue Bedrohung, denn sogenannten Kardiane, abgesandt von Al und Anne, haben es auf menschliche Energie abgesehen. Bunny erhält neue Kräfte, obendrein taucht ein neuer Retter in der Not auf: der »Ritter des Mondlichts«. Zunächst ahnen die Sailor-Kriegerinnen nicht, dass ihre neuen Mitschüler Natsumi und Seijuro Ginga dahinter stecken. Diese sammeln nämlich Energie für den »Baum der dunklen Macht«. Um was es sich dabei handelt und welche Absichten dieser verfolgt, das erfahren unsere Heldinnen im Zuge dessen …

Kaum ist Frieden eingekehrt, wartet auch schon die nächste Gefahr auf die Sailor-Kriegerinnen: Während einer Verabredung von Bunny und Mamoru taucht plötzlich ein kleines Mädchen auf. Dieses fordert unsere Heldin dazu auf, ihr den Silberkristall auszuhändigen. Seit der Begegnung plagen Mamoru böse Illusionen, die Bunny betreffen. So beschließt er zu ihrem Schutz, ihre Beziehung zu beenden. Bunny ist daraufhin natürlich emotional angeschlagen, muss sich jetzt allerdings mit neuen Feinden auseinandersetzen. Diese haben es sowohl auf das kleine Mädchen namens Chibi-Usa als auch auf den Ursprung »Crystal Tokyos« abgesehen. Schon bald offenbart sich, dass die neuen Feinde aus der Zukunft kommen. Doch auch Chibi-Usa verhält sich mysteriös, was natürlich ergründet werden muss. Für die Sailor-Kriegerinnen gilt es, sowohl das gegenwärtige als auch das zukünftige Tokyo zu retten.

Sailor Moon R basiert auf Naoko Takeuchis Pretty Guardian Sailor Moon-Manga. Die Anime-Umsetzung entspricht aber nur ansatzweise der Handlung des Originals, was besonders in dieser Staffel deutlich wird.  Beispielsweise entsprang der erste Storyabschnitt um Al und Anne nicht der Vorlage, war jedoch aufgrund des Ausgangs von Staffel 1 nötig. Des Weiteren entsprachen beispielsweise die Intentionen von Black Moon nicht exakt denen aus der Manga-Vorlage. Die Geschichte von Sailor Moon R ist dramatischer und romantischer gestaltet. So wird sowohl die Freundschaft der Sailor-Kriegerinnen als auch die Liebe zwischen Mamoru und Bunny auf eine harte Probe gestellt. Eine neue wichtige Figur kommt ebenso ins Spiel: die kleine Chibi-Usa. Storymäßig knüpft Sailor Moon R an die mythologischen Aspekte der ersten Staffel an. So ist beispielsweise die Bezeichnung Nemesis laut einer griechischen Mythe eine Rachegöttin. Bezogen auf die Anime-Serie steht der Name für einen Planeten, deren Bewohner (Black Moon) Rachegedanken verspüren.

Für Sailor Moon R produzierte Toei Animation 42 Episoden, welche 1993 in Japan debütierten. Junichi Sato führte Regie in den ersten 14 Folgen und Kunihiko Ikuhara übernahm die Leitung in den darauf folgenden. Auf musikalischer Ebene beschloss RTL2 in den 90igern den Opening-Theme-Song neu zu gestalten. So ersetzte man die Titelmusik mit Liedern einer speziell dafür gegründeten Gruppe: die »Super Moonies«.

In der deutschen Stimmenbesetzung gab es zu Beginn der zweiten Staffel ebenfalls Veränderungen. So sprach Inez Günther fortan die Heldin Sailor Moon. Zu Anfang noch recht holperig in der Rolle steigerte sie sich im Laufe der Zeit in hinein. Zudem wechselten die Sprecher von Luna und Mamoru. Auch diese kamen mit gewissen Anfangsschwierigkeiten, in die Rolle zu finden. Die nun nasale Stimme von Luna spaltete die Fangemeinde und den einstigen Umino als Mamoru zu hören war definitiv auch sehr gewöhnungsbedürftig.

Toei Animations zweite Staffel der Sailor-Moon-Saga Bishojo Senshi Sailor Moon R knüpft an den Charme der vorherigen Serie an. Jedoch wartet diese aufgrund der veränderten Story im Bezug zum Original-Manga mit mehr Füllmaterial auf. Romance- und Magical-Girl-Fans sollten diese Anime-Reihe auf jeden Fall einmal gesehen haben. Nachholen könnt ihr dies auf ANIMAX oder durch den Erwerb der DVD-Boxen bei Kazé.

20 Jahre Sailor Moon: Rückblick auf Staffel 1 des Originalanimes

Als Fan der ersten Stunde mag man es kaum glauben: Sailor Moon begeistert nunmehr seit 20 Jahren deutsche Anime- und Manga-Lieberhaber. Wo die Serie in den 90ern ihren Einstand auf ZDF feierte, kam mit dem Wechsel zu RTL2 der große Erfolg. Mit diesem folgte hierzulande der große Anime-Boom – ausgelöst durch Klassiker wie eben Sailor Moon oder inetwa Dragon Ball. Wir schauen zurück und möchten nun nach und nach auf die Staffeln, Filme und Charaktere des Originalanimes eingehen.

1992 debütierte die erste Anime-Serie zu Sailor Moon in Japan, welcher unter der Regie von Junichi Sato, der später auch in erfolgreichen Magical-Girl-Serien wie Ojamajo Doremi oder Shugo Chara!! Doki! seine Finger mit im Spiel hatte, gelang es Toei Animation, den ersten Handlungsbogen um den Dark Kingdom zu Naoko Takeuchis gleichnamige Manga-Reihe umzusetzen.

Der Zuschauer lernt hier die tollpatschige 14-jährige Bunny (Usagi) Tsukino kennen, deren Alltag aus essen, schlafen und für Motoki Furuhata zu schwärmen bestand – eben ein scheinbar ganz normales Mädchen. Wäre da nicht der gemeine Student Mamoru Chiba, der ihre gute Laune gerne strapaziert. Ihr Alltag verändert sich drastisch, als eine sprechende Katze namens Luna sie aufsucht und das Mädchen mit ihrer neuen Aufgabe vertraut macht: nämlich als Sailor Moon für Gerechtigkeit zu kämpfen und gegen das Königreich des Dunkeln anzutreten. Die böse Königin Perilia hat es auf Lebensenergie abgesehen und hetzt ihre Diener – die Generäle Jedyte, Neflite, Zoisite und Kunzite – auf die Menschheit. Heulsuse Bunny ist sich ihrer Aufgabe anfangs noch nicht ganz bewusst und katapultiert sich in gefährliche Situationen. Gott sei Dank holt sie der mysteriöse Tuxedo Mask jedes Mal aus der Patsche und wird dadurch Bunnys großer Schwarm.

Das Mädchen bleibt im Verlauf der Handlung nicht alleine: Tatkräftige Unterstützung erhält sie von weiteren Sailor-Kriegerinnen. Als Team müssen sie das Böse bezwingen und dabei wächst das Band der Freundschaft zwischen den Mädchen stetig. Im Alltag stellt Bunny außerdem schon bald fest, dass der fiese Student Mamoru eine viel größere Rolle in ihrem Leben einnehmen wird als erwartet …

Wer genau hinschaut, der entdeckt in der Handlung von Sailor Moon Spuren von mythologischen Legenden und Märchen. So findet der Zuschauer viele Übereinstimmungen aus der alten griechischen Mythologie über den König Endymion vom Elis, dem Liebhaber der Mondkönigin Selena, oder aus der japanischen Volksgeschichte Kaguya-hime no Monogatari. Toei Animations erste Sailor Moon Staffel wartet sicherlich nicht mit einer tiefsinnigen Handlung auf, begeistern tun vielmehr die Charaktere und deren Gegebenheiten. Des Weiteren wächst die Protagonistin der Erzählung über sich hinaus: Aus der Heulsuse Bunny wird eine tapfere Kriegerin.

Wie es sich für eine Magical-Girl-Serie gehört, warten die einzelnen Episoden mit jeder Menge Verwandlungen und Attacken auf. Folge für Folge wird ein Dämon ausgeschaltet, irgendwann widmen sich die Helden einem der Generäle und dann geht das Spiel von vorne los, bis schließlich die finale Auseinandersetzung gegen Königin Perilia beziehungsweise Metalia folgt. Die Monsterkämpfe sind aber keineswegs sinnlos oder langweilig, die Serie tut sich gut darin, auch die menschlichen Opfer in Szene zu setzen, deren alltägliches Problem man im Vordergrund stellt.

Wer Naoko Takeuchis Manga Pretty Guardian Sailor Moon kennt, der wird schnell merken, dass die 46-episodige erste Anime-Staffel mit einigen Unterschieden in der Handlung und der Gestaltung kommt. Dabei wurde vor allem auf eine kinderfreundliche Aufmachung Wert gelegt. So kommt der Spaßfaktor grundsätzlich nicht zu kurz. Dennoch ist die erste Sailor-Moon-Staffel dem Manga vergleichsmäßig näher angelehnt als alle darauffolgenden Serien.

Anders als beispielsweise im amerikanischen Raum kamen deutschsprachige Zuschauer im vollen Genuss der Folgen – sprich, es wurde nichts geschnitten. Dennoch musste man sich in der deutschen Version ebenso mit Änderungen zufriedengeben. So wurden beispielsweise aus der Protagonistin Usagi »Bunny« und aus der Widersacherin Queen Beryl »Königin Perilia«. Neben diesen Namensänderungen besetzte man in etwa den eigentlich männlichen Zoisite mit einer weiblichen Stimme, um die geringen Boys-Love-Elemente zu überschminken. Auch Dialogzensur fand stand. So schrieben die Drehbuchautoren gewisse Begriffe in kinderfreundlichere Formen um: beispielsweise machte man aus »töten« »in den ewigen Schlag versetzen«. Des Weiteren wurden Verwandlungs- und Attackennamen nicht aus dem Originalanime übernommen.

Lobenswert ist der japanische Soundtrack. Besonders die Hintergrundmelodien stimmten die Macher perfekt auf die emotionalen Höhepunkte ab – von melancholischen Klaviertönen bis hin zu orchestralen Klängen. DALI steuerten im japanischen Original den Song Moonlight Densetsu als Opening bei. In der deutschen Fassung produzierte Andy Knote das Opening sowie Ending.

Hierzulande wurde die 46-teilige erste Anime-Staffel von Sailor Moon Anfang der Neunzigerjahre auf ZDF ausgestrahlt, aufgrund niedriger Einschaltquoten jedoch wieder abgesetzt und schließlich später von RTL2 übernommen. Die deutsche Synchronisation ist passend gewählt. So hört der Zuschauer in Staffel 1 Sabine Bohlmann als Heldin Bunny Tsukino und Matthias von Stegmann alias Mamoru Chiba oder die inzwischen verstorbene Veronika Neugebauer als Makoto Kino.

Wer bisher noch nicht in den Genuss gekommen ist, diesen klassische Magical-Girl-Anime anzuschauen, der kann dies aktuell auf dem Pay-TV-Sender ANIMAX nachholen oder sich die von Kazé hierzulande herausgegebenen DVD-Boxen besorgen!

Sailor Pride

Hey Moonies!

logo-frontDas SailorMoonGerman Team feierte letzten Herbst sein fünfjähriges Bestehen. Seit nunmehr also fünf Jahren setzt sich das über 30-köpfige Team für die “Sailor Moon”-Szene in Deutschland ein und versorgt euch – neben aktuellen Neuigkeiten – auch mit individuellen Projekten.

Auch für 2015 haben wir uns einiges vorgenommen, was wir euch nun vorstellen möchten. Die letzten Jahre konzentrierten wir uns stark auf Öffentlichkeitsarbeiten auf deutschsprachigen Convention, um euch mehr “Sailor Moon”-Programm zu bieten. Auch in 2015 möchten wir diese Essenz beibehalten und präsentieren euch auf diesen Conventions vielerlei rund um “Sailor Moon”. Infos zu jeder einzelnen Convention folgen von Zeit zu Zeit auf dem SailorMoonGerman Blog.

Doch unser Hauptprojekt heuer dreht sich um Folgendes: Vor genau 20 Jahren feierte die Anime-Serie “Sailor Moon – Das Mädchen mit den Zauberkräften” auf dem ZDF ihre deutschsprachige Premiere. Seitdem ist eine große Anzahl an deutschsprachigen “Sailor Moon”-Fans schon herangewachsen.

In den 20 Jahren hat sich eine Menge in Deutschland erreignet. Ganz wie das 20 jährigen Jubiläum in Japan (20th Anniversary) möchten wir – mit euch zusammen20 Jahre “Sailor Moon” in Deutschland zelebrieren!

Aus dem gegeben Anlass starten wir hiermit die Kampagne SAILOR PRIDE! Mit Sailor Pride wollen wir vor allem eines zeigen, den Stolz des Fandoms. Im Zuge dessen veranstalten wir auf vielen deutschsprachigen Conventions wieder “Sailor Moon”-Programmpunkte, bei dem diese Message im Vordergrund stehen wird.

Den Anfang werden wir auf der Leipziger Buchmesse bzw. der Manga-Comic-Convention machen. Dank eurer Hilfe konnten wir euch letztes Jahr ein tolles Projekt auf der MCC in Leipzig präsentieren. Dieses Jahr wird euch wieder etwas auf der großen Buchmesse erwarten. Zu einem werden wir das Sailor Moon Kabinett wieder reaktivieren und euch Exemplare aus 20 Jahren deutschem “Sailor Moon”-Fandom sowie Schmuckstücke & Raritäten aus “Sailor Moon” und “Sailor Moon Crystal” präsentieren.

Des Weiteren werden wieder einen Ehrengast einladen. Eine Ankündigen wird in den kommenden Tagen via dem SailorMoonGerman Blog bekannt gegeben. Aber wenn ihr denkt, das war alles, dann irrt ihr euch. Weitere Programmpunkte für die Convention stehen auf unserem Plan. Behaltet einfach die beiden Websites im Auge, um die Informationen für das “Sailor Moon”-Wochenende in Leipzig nicht zu verpassen!

Für die Sailor Pride Kampagne werden wir außerdem stark eure Hilfe brauchen. Zeigt, dass ihr Fans von “Sailor Moon” seid und präsentiert das auch. Egal, ob im Internet durch die Social-Media-Channels, indem ihr den Hashtag #SailorPride benutzt oder durch eure Zeichnungen, Texte, Gedichte, Basteleien, etc. die ihr uns zeigt.

Präsentiert demnächst euren Fan-Stolz gegenüber von Tausenden:

Auf der Buchmesse in Leipzig würden wir gerne eure Fanarts, Cosplay-Bilder, Kindheitserinnerungen, Gedichte, etc., einem breiten Publikum präsentieren, um den Besuchern auf das deutsche Jubiläum aufmerksam zu machen. Auch hier erwarten euch demnächst weitere Informationen wie ihr uns diese zukommen lassen könnt.

Seid also dabei, wenn wir nun hierzulande unseren Heldinnen zum Jubiläum gratulieren möchten und zeigt, dass die Serie um das Mädchen mit den Zauberkräften noch längst nicht in Vergessenheit geraten ist, sondern immer noch bei den (mittlerweile wohl herangewachsenen) Fans weiter lebt. Wie schon der Song “Moon Pride” als Lyrics innehält – “Eine neue Legende beginnt hier und jetzt” – möchten wir auch ein neues Kapitel zusammen mit euch begehen und feiern!